Dienstag, 2. Dezember 2014

Wichtige Aufzeichnungspflichten für 450€-Jobs beim Mindestlohn

Ab 1. Januar 2015 haben Arbeitnehmer einen Anspruch auf einen gesetzlichen Mindestlohn von 8,50 Euro brutto je Zeitstunde, das ist allgemein bekannt. Hierzu gibt es ein paar Ausnahmen, auf die hier nicht eingegangen werden soll. Viele Arbeitgeber denken, dass Sie vom Mindestlohngesetz (MiLoG) nicht betroffen sind, da sie ja mindestens 8,50 Euro pro Stunde bezahlen. Das ist leider ein Irrtum, da z. B. bei 450€-Jobs zukünftig Beginn, Ende und Dauer der täglichen Arbeitszeit aufzuzeichnen ist und die Aufzeichnungen mindestens zwei Jahre aufbewahrt werden müssen.

Diese Aufzeichnungspflicht gilt neben 450€-Jobs  übrigens auch für kurzfristig Beschäftigte nach § 8 Abs. 1 SGB IV sowie Arbeitnehmer in den in § 2a Schwarzarbeitsbekämpfungsgesetz genannten Wirtschaftszweigen, also z.B. bei Gebäudereinigungs-, Bau-, Transport- und Gaststättengewerbe. Bei Unternehmen dieser Wirtschaftszweige gilt die genannte Aufzeichnungspflicht ab 1. Januar 2015 also für alle Arbeitnehmer.

Verstöße gegen das MiLoG können als Ordnungswidrigkeit mit hohen Geldbußen geahndet werden.
Wir wünschen eine schöne Vorweihnachtszeit.

Dienstag, 21. Oktober 2014

Zinsen auf Steuererstattungen sind einkommensteuerpflichtig

Der Bundesfinanzhof hat mit einem am 16. Oktober veröffentlichen Urteil entschieden, dass die Gesetzesänderung des Jahressteuergesetzes 2010, die rückwirkend auch für noch nicht bestandskräftige Steuerveranlagungen gilt, nicht gegen Verfassungsrecht verstößt.  http://www.iww.de/quellenmaterial/id/172237

Donnerstag, 28. August 2014

Ausweitung der Zeitgrenzen für kurzfristig Beschäftigte ab 1. Januar 2015

Für die Annahme einer kurzfristigen Beschäftigung war bisher die Zeitgrenze 50 Arbeitstage oder zwei Monate innerhalb eines Kalenderjahres. Mit der Einführung des Mindestlohns ab dem 1. Januar 2015 wird diese Grenze befristet bis 31. Dezember 2018 auf 70 Arbeitstage oder drei Monate erhöht.
http://www.minijob-zentrale.de/DE/Service/Newsletter/nl_uebersicht/2014-08-20%20und%2008:47:19.html?view=renderNewsletterHtml

Donnerstag, 31. Juli 2014

Veröffentlichung Richtsatzsammlung 2013

Das Bundesfinanzministerium hat die Richtsatzsammlung für das Jahr 2013 veröffentlicht. Die Richtsätze, die für verschiedene Gewerbeklassen veröffentlicht werden, wurden aus Betriebsprüfungen gewonnen und werden bei Betriebsprüfungen zur Verprobung von Ergebnissen und als Basis für Schätzungen verwendet.
http://www.bundesfinanzministerium.de/Content/DE/Downloads/BMF_Schreiben/Weitere_Steuerthemen/Betriebspruefung/Richtsatzsammlung/2014-07-29-richtsatzsammlung-2013.html

Mittwoch, 28. Mai 2014

Aktualisierung Zugang für Online-Banking

Jeden Tag bekommen wir einige Mails, laut denen wir unseren Online-Banking Zugang aktualisieren sollen. Heute kam hierzu eine besonders originelle Mail: wir sollten für die Aktualisierung des Sparkassen-Zugangs den Link
unbachai.com.ru/sparkasiies.de/ anklicken. Man achte auf .ru. Anschließend könnten wir alle Vorteile nutzen... wenn wir dann noch Geld haben....

Donnerstag, 22. Mai 2014

Neue Verbraucherrechte im Online-Handel

Am 13. Juni tritt die neue europäische Verbraucherrechte-Richtlinie (VRRL)  in Kraft. Für Online-Händler stellt der Bundesverband E-Commerce und Versandhandel Deutschland e.V. (bevh)  hierzu eine detaillierte Orientierungshilfe zur Verfügung. http://www.bevh.org/presse/pressemitteilungen/details/datum/2014/mai/artikel/neue-verbraucherrechte-im-online-handel-ehi-geprufter-online-shop-und-bevh-stellen-leitfaden-zur-v/

Freitag, 16. Mai 2014

Abzug von Schuldzinsen nach Veräußerung einer vermieteten Immobilie

In einem aktuell veröffentlichten Urteil hat der Bundesfinanzhof (BFH) entschieden, dass Schuldzinsen, die für Darlehen zur Finanzierung einer vermieteten Immobilien anfallen, auch nach Veräußerung der Immobilie steuerlich berücksichtigt werden können, sofern der Veräußerungspreis nicht zur Tilgung dieser Darlehen ausgereicht hat. Nach einem BFH-Urteil aus dem Jahr 2012 war dies bisher nur möglich, soweit die Immobilie innerhalb der 10-jährigen Spekulationsfrist verkauft wurde. http://www.iww.de/quellenmaterial/id/105439